Garantien bei Altersvorsorge wichtig für Bürger

Freitag den 5.09.2014
Richtige Altersvorsorge

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Die Sorge um das sichere Einkommen im Alter ist groß in Deutschland. Die private Altersvorsorge bietet aufgrund der hohen Kosten und zugleich niedrigen Zinserträge kaum mehr Perspektiven, ist jedoch dringend notwendig, wie auch die aktuelle, im Auftrag von CosmosDirekt durchgeführte forsa-Studie „Arbeit, Familie, Rente – was den Deutschen Sicherheit gibt“, zeigt. Laut der Umfrage glauben 82 Prozent der Deutschen im Alter von unter 65 Jahren nicht, dass die Zahlungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung für ihr Leben im Ruhestand ausreichen werden.

87 Prozent der Bundesbürger setzen auf Garantien

Bei der privaten Altersvorsorge spielen für die Bundesbürger vor allem die Garantien eine wichtige Rolle. Dabei geht es darum, auf Nummer sicher zu gehen und keine vorhersehbaren Risiken einzugehen. Deshalb setzen 87 Prozent der Deutschen laut der genannten forsa-Studie auf Garantien bei der privaten Vorsorge für das Alter.

Dabei sind es die altbekannten und vertrauten Pfade, auf denen die Verbraucher in Deutschland weiter wandeln. Die Mehrzahl der Bundesbürger setzt dabei lieber auf  Sicherheit und Garantien bei der Altersvorsorge und damit auf eine niedrigere Verzinsung, denn auf eine höhere Verzinsung, die es dafür aber nur ohne Garantie gibt.

Screenshot zur großen Forsa-Umfrage 2014 der Cosmos Direkt

Screenshot Forsa-Umfrage

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Verbraucher zwischen 30 und 44 Jahren setzen auf Lebensversicherungen

Laut Cosmos Direkt, dem Auftraggeber der aktuellen forsa-Studie, haben sich mehr als die Hälfte der Bundesbürgern im Alter zwischen 30 und 44 Jahren für eine Lebensversicherung als private Altersvorsorge entschieden. Mit 55 Prozent ist die Kapitallebensversicherung damit der große Sieger in dieser Altersgruppe.

Gemeinsam den zweiten Platz in der von dieser Altersgruppe bevorzugten Vorsorgeprodukte belegen das Sparbuch und das Eigenheim. Beide Formen der privaten Altersvorsorge kamen in der Umfrage auf 49 Prozent und werden damit knapp von der Hälfte der Befragten genutzt.

Sicherheit wichtiger als hohe Zinsen

Weniger Risiko statt mehr Zinsen

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Dies zeigt, dass für eine Vielzahl der Bundesbürger die Sicherheit bei der Vorsorge für das Alter eine größere Bedeutung hat als ein hoher Zinsertrag bzw. eine hohe Rendite. Diese Medaille hat natürlich zwei Seiten, die eine ist die hohe Sicherheit. Die andere, dass viele Verbraucher in Deutschland inzwischen Monat um Monat und Jahr um Jahr durch eine negative Realverzinsung ihrer Ersparnisse hohe Zinsverluste hinnehmen.

Statt auf Sicherheit und Garantien zu setzen, wäre es für die Altersvorsorge erträglicher gewesen, in den vergangenen Jahren auf Aktien zu setzen, beispielsweise auf gut gemischte Fonds. Die Rendite, die daraus bezogen werden konnte, übersteigt die Zinserträge im gleichen Zeitraum, die aus aus Sparbüchern und Lebensversicherungen erzielt werden konnten, um ein Mehrfaches. Doch Unternehmensanteile zu kaufen und für die private Vorsorge für das Alter zu nutzen, ist in Deutschland immer noch etwas, das viele ablehnen, nur weil Aktienkurse nicht in Stein gemeißelt sind wie die (wohlgemerkt inzwischen meist sehr niedrigen) Sparzinsen und die mittelfristige und langfristige Entwicklung von Wertpapieren nur schlecht prognostizierbar ist.

Viele glauben: Gesetzliche Rente wird nicht ausreichen

Die Generation U 30 sorgt sich um ihre finanzielle Zukunft im Ruhestand. Wie die im Auftrag von Cosmos Direkt von forsa durchgeführte Umfrage ergab, sorgen sich vor allem die Bundesbürger aus der U 30 Generation um ihr Auskommen im Rentenalter. Laut der Befragung glauben 76 Prozent und damit mehr als drei Viertel der Verbraucher in Deutschland, dass die Rente, die sie aus der Gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, nicht für das Leben im Alter ausreichen wird.

Dennoch legen nur 25 Prozent Geld für die private Altersvorsorge zurück, trotz der großen Anreize, die es bei den, mit staatlicher Förderung versehenen, Altersvorsorgeprodukten wie z.B. der Riester Rente für junge Sparer gibt.

Viele Bundesbürger verlassen sich nur auf ihre eigene Altersvorsorge

Die Umfrage von forsa „Arbeit, Familie, Rente – was den Deutschen Sicherheit gibt“ zeigt noch etwas auf, was  vor allem für die Anbieter von Anlageprodukten rund um die private Altersvorsorge durchaus von Belang sein könnte. Wie die Befragung ergab, verlassen sich 86 Prozent der Bundesbürger „einzig und allein auf ihre eigene Altersvorsorge“. Dabei ist jeder Zweite zuversichtlich, im Rentenalter den Lebensstandard halten zu können. Für  67 Prozent und damit gut zwei Drittel der Befragten ist es realistisch, das Alter im Ruhestand „frei von Sorgen genießen zu können“.

Für die repräsentative forsa-Umfrage, die im Auftrag von CosmosDirekt durchgeführt wurde, wurden 2.001 Bundesbürger befragt.